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Multiroom

Das Wichtigste in Kürze
Ein Multiroom-System besteht grundsätzlich aus einzelnen, aktiven Lautsprechereinheiten, die über ein WLAN-Modul verfügen und somit in ein Netzwerk eingebunden werden können. Über eine mitgelieferte App übernimmt man dann die Steuerung des Gesamtsystems.

Man kann eine zweite bzw. dritte Zone natürlich auch mit vielen AVR realisieren. Dies ist dann meist ebenfalls über eine App regelbar, doch müssen in diesem Fall Lautsprecherkabel verlegt werden. Zudem ist die dritte Zone bei vielen nicht oder nur als Vorverstärkerausgang vorhanden. Diese Lösung bietet sich vor allem an, wenn z. B. das Ess- mit dem Wohnzimmer verbunden ist und in beiden Zimmern eine gleichmäßige Beschallung gewünscht ist. Zu beachten ist hierbei die mögliche Nutzung der zweiten oder dritten Zone. Im Einstiegsbereich sind zweite Zonen meist nur mit der gleichen Quelle wie die Hauptzone nutzbar.

Mittlerweile haben alle AVR-Hersteller auf den Trend reagiert und Multiroom in ihre AVR integriert. Diese funktionieren jeweils nur mit den herstellereigenen Lautsprechern wie z. B. Yamaha Musiccast oder Denon Heos. Ausnahme: Onkyo mit „Chromecast built-in“)

Die klassischen Multiroom-Systeme wie Sonos, Raumfeld oder Heos machen dort Sinn, wo Hintergrundbeschallung in einzelnen oder gerade in mehreren Räumen drahtlos und (vor allem) verzögerungsfrei gewünscht ist. Man darf „drahtlos“ hier allerdings nicht mit „kabellos“ verwechseln. Alle genannten Systeme benötigen immer noch eine Stromversorgung, also eine Steckdose.

Solche Systeme sind also dann zu empfehlen, wenn jemand über Zone 2 nachdenkt, aber keine Kabel in die Wände ziehen kann oder Kabelkanäle vermeiden will, keine High-End-Lautsprecher in diesen Zonen benötigt oder eben mehr als zwei oder drei Zonen auch mal mit verschiedenen Quellen beschallen will.

Genau hier liegt der Vorteil der Multiroom-Systeme: Man kann von überall im LAN mit der jeweiligen App auf PC, Mac, Handy oder Tablet die Beschallung aller damit ausgestatteten Räume übernehmen.

Innerhalb der Apps kann man dann Streamingdienste wie Deezer, Spotify, die Amazon Cloud (alle CDs, die gekauft wurden und mit „Auto-Rip“ gekennzeichnet waren), Soundcloud oder Napster einbinden und zusätzlich natürlich Internetradiosender oder alle möglichen Quellen der angebundenen Geräte und Netzwerkspeicher abspielen. Aus all diesen Quellen kann man sich Playlisten auswählen und diese dann in die einzelnen oder in mehrere gruppierte Räume streamen.

Zusätzlich enthalten die Apps meist Wecker und Schlummermodi, damit man mit seiner Lieblingsmusik einschlafen und aufwachen kann.

Bei Teufel Raumfeld (One S), Sonos (Play:1) und HEOS (1) gibt es je einen Lautsprecher, der ab Werk für Feuchträume (Bad) geeignet ist. HEOS bietet zusätzlich einen spritzwassergeschützten Akkupack an.

Jedes System bietet außerdem eine Verbindung zu eventuell bestehendem Hifi-Equipment an, das noch nicht über eine Multiroom-Funktion verfügt.

Eine weitere Variante ist das einbinden von Wlan Lautsprechern an eine Fritzbox.

Sonos

www.sonos.com

Im Sonos-System gibt es eine Soundbar Playbar und einen Subwoofer, mit denen man, in Zusammenspiel mit zwei Play:1 als Rears, nach Herstellerangaben ein 5.1-System aufbauen kann. Diese Art der Nutzung ist allerdings für die wenigsten Räume wirklich empfehlenswert, da der Preis des Systems dann in eine Region kommt (ca. 1700 €, Stand Februar 2017), in der man klanglich wesentlich bessere Systeme zu einem geringeren Betrag erstehen kann. Einzig in Räumen mit sehr wenig Platz im Frontbereich kann man über diese Nutzung nachdenken, wenn Geld keine große Rolle spielt und man bei anderen Soundbars die Möglichkeit vermisst, Rears nutzen zu können. Klanglich kommt man über gute Soundbars mit Subwoofer aber nicht hinaus. Will man mit der Playbar Quellen nutzen, die die Tonformate DTS oder DD+ verwenden, benötigt man ein Quellgerät, welches dieses Format umkodieren kann. Einen solchen (internen) Decoder bieten viele Marken-TV-Geräte oder BluRay-Player (z.B. von Samsung oder Panasonic). Hier sollte man sich im Vorfeld informieren, was das Quellgerät an Möglichkeiten bietet.



Die SONOS-Familie besteht aus folgenden Geräten:

Um die Sonos-Komponenten mit herkömmlichen Hi-Fi-Geräten zu verbinden gibt es den SONOS Connect und den Connect:AMP, mit dem es möglich ist, herkömmliche passive Lautsprecher zu betreiben.

Diskussion im HiFi-Forum

Google Chromecast

https://store.google.com/product/chromecast_2015_learn

Chromecast ist nicht primär als Multiroom-Lösung ausgelegt, sondern als Möglichkeit, Video und Audio vom Smartphone/Tablet oder aus dem Internet auf einen Fernseher, Lautsprecher oder eine Anlage zu streamen. Dabei ist nur die reine Audiolösung multiroomfähig; die Video-Chromecasts können nicht über mehrere Räume hinweg synchron genutzt werden.

Der Chromecast Audio ist eine kleine Scheibe, die an jede beliebige Anlage bzw. Aktivlautsprecher gehängt werden kann. Sie gibt Audio über einen 3,5-mm-Klinkenstecker analog oder mittels eines kleinen Adapters optisch-digital aus (TOSLINK). Er verbindet sich mit dem heimischen WLAN oder man kann ihn über einen optionalen Adapter auch per LAN-Kabel einbinden. Mehrere Chromecast Audio kann man jeweils zu Zonen zusammenfassen (zum Beispiel „Erdgeschoss“, um alle Lautsprecher im Erdgeschoss gleichzeitig spielen zu lassen).

Alternativ zu einem externen Chromecast Audio gibt es auch zahlreiche Geräte mit „Chromecast built-in“ zu kaufen. Hier ist beim Kauf auf die Multiroom-Fähigkeit zu achten.

Die Steuerung erfolgt per Smartphone oder Tablet (Android oder iOS; mit Einschränkungen ist auch ein Ansprechen über den PC (Chrome-Browser) möglich). Die Besonderheit dabei ist gegenüber anderen Multiroom-Lösungen, dass es keine App des Herstellers hierfür gibt (es gibt eine App (Google Home), diese dient aber nur der Verwaltung und Konfiguration), sondern man nutzt die normalen Apps, die der Anbieter der jeweiligen Dienste bereitstellt (zum Beispiel Spotify). Diese müssen ihre App lediglich Chromecast-kompatibel machen. Um den Ton dann über den Chromecast auszugeben, tippt man lediglich auf das Chromecast-Logo, das erscheint, wenn sich ein Chromecast im LAN befindet, wählt dann den Chromecast oder die Zone (=Zusammenfassung mehrerer Chromecasts) aus, und dann wird der Inhalt über den oder die Chromecasts statt über das Smartphone/Tablet wiedergegeben.

Vorteil der Lösung:

  • Das System ist relativ offen; jeder Diensteanbieter muss einfach nur seine App Chromecast-komptibel machen (was relativ einfach ist). Man ist nicht mehr davon abhängig, dass der Multiroom-Hersteller die Dienste in seine App und sein System integriert und pflegt.
  • Die Bedienung erfolgt einheitlich, egal ob man Inhalte unterwegs über das Smartphone hören will oder zuhause.
  • Man kann nahezu jede Stereo- oder Heimkinoanlage bzw. Aktivlautsprecher integrieren und ist nicht auf kompatible Lautsprecher des Herstellers angewiesen.

Ein Chromecast Audio kostet regulär 39 €.

Heos by Denon

www.denon.de/de/wireless-multi-room-music-system

Denon hat in seinen AVR-Modellen1) mit HEOS-Link-IP-Steuerung2) auch Funktionen für Multiroomsteuerung integriert. Damit sind diese Modelle ideal für das Zusammenspiel mit den Heos-Komponenten geeignet. Wie gut das in der Praxis funktioniert, muss sich noch herausstellen.

Auch die Option, die Heos 1 mit einem Akkupack zu betreiben, ist sinnvoll, macht es das Sytem doch komplett kabellos. Zudem bietet man mit dem Heos Homecinema auch eine Soundbar mit Subwooferunterstützung an. Diese lässt sich im Gegensatz zur SONOS Playbar allerdings nicht mit Rear-Lautsprechern erweitern. Die neu hinzugekommene HEOS Bar unterstützt auch 5.1-Sound.




Die Heos-Familie besteht aus folgenden Geräten:

Denon hat Anfang 2017 mit demHEOS-AVR 3) den ersten AVR mit intregiertem Wireless für die Surround-Lautsprecher und den Subwoofer vorgestellt:



Diskussion HEOS im HiFi-Forum

Raumfeld

www.raumfeld.com

Einen etwas anderen Weg geht Raumfeld mit seinen mehr auf Stereoklang ausgelegten WLAN-Lautsprechern Stereo M und L. Diese sind im Gegensatz zu den Sonos- und HEOS-Lautsprechern aufgrund ihrer Größe und Bauweise schon als audiophil zu bezeichnen.



Diskussion im HiFi-Forum

Yamaha Musiccast

de.yamaha.com/de/products/audio-visual/musiccast/

2015 stieg auch Yamaha mit MusicCast ins Multiroom-Geschäft ein. Zu Beginn waren 23 Geräte mit der Multiroom Fähigkeit ausgestattet. Interessant ist die bereits eingebaute Steuerung bei den AVRs; es wird kein externer Connector benötigt. Dazu bietet das System den Stream auf Bluetooth-Lautsprecher an. Am Mitte 2017 wird Amazon Echo unterstützt, siehe auch Musiccast Homepage. Als Lautsprecher werden der WX-010 und der WX-030 angeboten.



Diskussion im HiFi-Forum

Flareconnect

Recht neu ist das Flareconnect-Konzept (ehemals Fireconnect), das seit den 2016er-Modellen bei Pioneer und Onkyo per Firmwareupdate (seit 02/2017 verfügbar) angeboten wird. Da es sich um ein freies Protokoll handelt, ist es offen für alle Lautsprecher, die Flareconnect unterstützen. Von Onkyo wird auch der passende Lautsprecher NCP-302 angeboten, Pioneer hat den MRX-3 und MRX-5 im Angebot.



Diskussion im Hifi-Forum

Klipsch Stream

Klipsch Stream

Mit dem neuen Klipsch Stream Wireless Multi-Room Audio System steigt ein weiterer renommierter Hersteller in das Multiroom-Geschäft ein. Das US-amerikanische Unternehmen setzt hierbei auf DTS Play-Fi und bietet eine große Palette an Lautsprechern und Subwoofern an, die beliebig drahtlos kombiniert werden können. Erfahrungen dazu gibt es bis jetzt im HiFi-Forum kaum.



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multiroom.txt · Zuletzt geändert: 2018/08/02 09:31 von fuchs14